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Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste

kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel unter bestimmten Voraussetzungen

Der Anspruch auf unentgeltliche Beförderung (Freifahrt) im Nahverkehr von mobilitätseingeschränkten und behinderten Menschen, ihren Begleitpersonen, Blindenführhunden, Krankenfahrstühlen, orthopädischen Hilfsmitteln und ihres Handgepäcks richtet sich nach dem Sozialgesetzbuch (SGB9) §145 in der jeweils gültigen Fassung. Die Berechtigung ist durch den Schwerbehindertenausweis in Verbindung mit einer gültigen Wertmarke nachzuweisen. Der Schwerbehindertenausweis berechtigt — auch mit einem Aufpreis — nicht zur Benutzung der 1. Wagenklasse in den Zügen der DB.

Weitere Informationen siehe Menüpunkt Barrierefrei unterwegs.

Wer ist berechtigt, die unentgeltliche Beförderung in Anspruch zu nehmen?

Schwerbehinderte Menschen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind, haben Anspruch darauf, im öffentlichen Personennahverkehr unentgeltlich befördert zu werden (§§ 145 ff. SGB IX). Voraussetzung ist der Eintrag eines der folgenden Merkzeichen in Ihrem Schwerbehindertenausweis:‎
  • erhebliche Beeinträchtigungen der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr mind. 50% (Merkzeichen G)
  • außergewöhnliche Gehbehinderung (Merkzeichen aG)
  • Blindheit (Merkzeichen Bl)
  • hilflos (Merkzeichen H)
  • gehörlos (Merkzeichen Gl)
  • Kriegsbeschädigte und andere Versorgungsberechtigte (Merkzeichen VB oder EB)

Ob diese Voraussetzungen vorliegen, wird vom Versorgungsamt bei der Feststellung einer Behinderung geprüft.
Schwerbehinderte Menschen, die freifahrtberechtigt sind, erhalten einen Schwerbehindertenausweis in grün-orange.
Von den schwerbehinderten Menschen, die von der unentgeltlichen Beförderung Gebrauch machen wollen, wird im Regelfall eine Eigenbeteiligung von 72,-€ jährlich (36,- € halbjährlich) erhoben. Dafür wird eine Wertmarke ausgegeben, die zusammen mit dem Schwerbehindertenausweis als Nachweis für die Freifahrtberechtigung dient. Einkommensschwache (insbes. Grundsicherungsempfänger) sowie blinde und hilflose Menschen sind von der Eigenbeteiligung befreit.

Die unentgeltliche Beförderung gilt nur für den Nahverkehr, d.h. für Omnibusse, Straßenbahnen, S-Bahnen und Nahverkehrszüge der Bahn (bundesweit). Im Fernverkehr müssen die schwerbehinderten Menschen normal bezahlen. Wer berechtigt ist, eine Begleitperson mitzunehmen (Merkzeichen B), kann dies sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr kostenfrei tun.‎
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